Clarissa Forster, geboren 1994, ist Komponistin und Sängerin im Bereich des zeitgenössischen Jazz. Ihre musikalische Arbeit verbindet kompositorische Präzision mit einem offenen Verständnis von Ensemble und Klang. Ausgangspunkt ihrer Musik ist ein starkes Interesse an Form, Zeit und innerer Bewegung – an der Frage, wie sich musikalische Prozesse im Zusammenspiel entwickeln.
Ihre Ausbildung begann mit einem klassisch-pädagogischen Klavierstudium an der Wiesbadener Musikakademie. Dort legte sie das Fundament für ihr strukturelles und klangliches Denken. Anschließend studierte sie Jazzgesang bei Fola Dada sowie Jazzkomposition im Masterstudium bei Steffen Schorn an der Hochschule für Musik Nürnberg. In dieser Zeit entwickelte sie eine eigenständige Handschrift, die klassisches Formbewusstsein mit der Offenheit improvisierter Musik verbindet.
Forsters Kompositionen entstehen aus reduzierten Ausgangsideen und entfalten sich mit großer Aufmerksamkeit für Klangfarbe, Raum und Dynamik. Stimme und Instrumente versteht sie als gleichwertige Elemente eines gemeinsamen musikalischen Gefüges. Ihre Musik bewegt sich zwischen zeitgenössischem Jazz, Songformen und offenen Strukturen und ist geprägt von einem sensiblen Umgang mit Zeit und Interaktion.
Mit ihrem Debütalbum Into the Blue (2026) präsentiert Clarissa Forster eine persönliche künstlerische Position, die Ruhe und Klarheit mit Beweglichkeit verbindet. Ihre Arbeit steht für eine bewusst genreoffene Ästhetik, in der Musik als lebendiger Prozess verstanden wird – konzentriert, durchlässig und im stetigen Austausch zwischen Komposition und Improvisation.